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Die Bundesregierung hat eine neue "Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung" vorgestellt. Demnach können ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen kostenlos Masken des Standards FFP-2 ("filtering face piece") oder Schutzmasken vergleichbarer Qualität erhalten, heißt es in einer Mitteilung.

Rund 27 Millionen Anspruchsberechtigte bekommen diese Masken in ihren Apotheken vor Ort. Zielgruppe sind Menschen ab 60 Jahren und jüngere Menschen mit Vorerkrankungen. Dazu gehören Asthma, Demenz, Diabetes, chronische Herz- oder Niereninsuffizienz. Auch Schlaganfall- und Krebspatienten sowie Risikoschwangere und Menschen mit Trisomie 21 sind berechtigt. Sie können sich drei kostenlosen FFP2-Masken oder gleichwertige Modelle bis zum 6. Januar in der Apotheke abholen. Anschließend wird es für diesen Personenkreis weitere Pakete mit FFP-2-Masken geben. Die Krankenkassen werden ihren Versicherten dazu fälschungssichere Coupons zuschicken, heißt es. 

Je älter man ist, desto früher wird man diese Coupons erhalten. Ein Coupon berechtigt dann zur Abholung von sechs weiteren FFP2-Masken in der Apotheke, zu einem Eigenanteil von zwei Euro. Insgesamt soll jeder Risikopatient 15 FFP2-Masken erhalten, für jede Winterwoche eine, berichtet die tagesschau.

Von einer Reinigung der Einweg-FFP-Masken mit Desinfektionsmittel rät das Robert-Koch-Institut (RKI) ab. Es bestehe keine Garantie, dass Viren und Keime durch die Reinigung zu 100 Prozent abgetötet werden. Unabhängig davon kann sich die Passform der Masken verändern, wodurch die Schutzwirkung ebenfalls nachließe. Bei der Erhitzung von Schutzmasken mit metallischen Bestandteilen in der Mikrowelle herrsche akute Brandgefahr und auch das Sterilisieren im Backofen kann gefährlich sein, wenn die Maske in Flammen aufgeht.

Generell gibt es nur wenige wiederverwendbare FFP2-Masken am Markt, berichtet die Berliner Morgenpost. Diese erkenne man am „R“ für „reusable“, also wiederverwendbar. Auf die meisten FFP2-Masken ist jedoch ein „NR“ für „non reusable“, nicht wiederverwendbar, gedruckt. Die Norm besage, dass diese Masken nach spätestens acht Stunden ausgetauscht werden müssen. 

Zu beachten ist: Auch mit FFP-2-Maske sollte der vom RKI empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 m zu anderen Menschen eingehalten werden. Die Maske muss gut passen und über Mund, Nase und Wangen sitzen. Die Ränder der Maske sollten eng anliegen und keine Luftströme an der Maske vorbei erlauben. Eine FFP-Maske kann ihre volle Filterleistung nur dann erbringen, wenn sie dicht sitzt. Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.

Eine durchfeuchtete Maske sollte abgenommen und gewechselt werden, empfiehlt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Beim Abnehmen der Maske sollte diese möglichst immer an den Bändern der Maske angefasst werden..

Aufgrund der hohen Nachfrage ist derzeit allerdings nicht gewährleistet, dass jede Apotheke genug FFP2-Masken auf Lager hat. Sollten Interessierte sich und andere nicht in Gefahr begeben wollen und in mehreren Apotheken nach den Masken suchen müssen, können Sie diese Bestellplattform besuchen. Ab sofort finden Sie dort nicht nur Informationen darüber, ob sie Anspruch auf kostenlose FFP2-Masken haben. Vor allem können sie die Masken direkt über diese Homepage bestellen, sodass sie nicht nur besser planen können, sondern auch informiert werden, wann die Masken abholbereit sind. Ergebnis: Möglichst wenig Kontakte für Patienten und Apotheken.

Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung (SchutzmV)

Podcast hr-iNFO: Maskenvergabe "mit sehr heißer Nadel gestrickt"

 

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