Info-Telefon: 069 951097-333

Die Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt, Daniela Birkenfeld, hat in einem Schreiben dazu aufgefordert, bei der bevorstehenden ersten Impfwelle alle Senior*innen im Blick zu haben.

Die CDU-Politikerin Daniela Birkenfeld forderte dazu auf, nicht nur Senior*innen in Pflegeheimen impfen zu lassen, sondern Menschen im betreuten Wohnen und die allein lebenden Seniorinnen und Senioren dabei nicht zu vergessen. So leben in Frankfurt offiziellen Angaben zufolge insgesamt 35.539 Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Nur ein kleiner Teil der Senior*innen lebt in Pflegeheimen; in Frankfurt sind es 4.600. Etwas mehr Senior*innen leben weitgehend selbständig im Betreuten Wohnen, nämlich 5.670. 

Die aktuelle Impfverordnung sieht drei Gruppen vor, die zuerst geimpft werden sollen:

In der ersten Gruppe (höchste Priorität) befinden sich die über 80-Jährigen, sowie alle Personen, die ambulant oder stationär in der Pflege tätig sind sowie das Personal aus medizinischen Einrichtungen.

In der zweiten Gruppen (hohe Priorität) finden sich über 70-Jährige und Personen, bei denen wegen Vorerkrankungen ein Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion besteht, zum Beispiel Personen mit Trisomie oder Demenzkranke und Menschen mit geistiger Behinderung.

In der dritten Gruppe (erhöhte Priorität) finden sich über 60-Jährige, Lehrer und Erzieher, sowie Vorerkrankte wie Diabetiker, Asthmapatienten, Übergewichtige oder HIV-Erkrankte. Ebenfalls zuletzt geimpft werden sollen Apotheker, Feuerwehrleute. Zum Schluß folgen die übrigen Unter-60-Jährigen.

Personen, die der höchsten Prioritätsgruppe zugeordnet sind, können ab sofort Termine für eine persönliche Schutzimpfung vereinbaren. Dies sind in erster Linie ältere Menschen ab dem 80. Lebensjahr, die nicht in einem Alten- und Pflegeheim leben. Eine Anmeldung ist telefonisch über die Hotlines 116 117 oder 0611 / 505 92 888 möglich oder online unter: impfterminservice.de. Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die zentrale Terminvergabe für die Corona-Erstimpfung über das Land Hessen läuft. Das Gesundheitsamt Frankfurt kann keine Termine vergeben und bittet dringend, von entsprechenden Anfragen abzusehen.

Gratis-Taxi zum Impftermin: Die Stadt Frankfurt zahlt 30.000 Frankfurter*innen über 80 die Taxifahrt zur Frankfurter Festhalle und wieder zurück nach Hause. Auch eine Begleitperson darf mitfahren. Senior*innen können sich telefonisch unter 069 / 212 450 65 in der Zeit zwischen 8 und 16 Uhr registrieren.

Im Frankfurter Impfzentrum in der Festhalle am Messegelände sollen in 43 Kabinen bis zu 4.000 Menschen täglich geimpft werden, sofern ausreichend Impfstoff vorhanden ist. Insgesamt 250 Mitarbeiter sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Betreiber ist das Rote Kreuz Frankfurt, das von der Messe und dem Gesundheitsamt unterstützt wird.

Vor der Impfung gibt es ein aufklärendes Arztgespräch, anschließend die Möglichkeit sich zu erholen. Insgesamt soll der Aufenthalt nicht länger als 30 Minuten dauern. In einem Zwei-Schicht-System von 7 Uhr bis 22 Uhr soll an sieben Tagen pro Woche geimpft werden. Zum Impftermin darf eine Begleitperson mitkommen.

„Dieses Impfzentrum ist ein Silberstreif am Horizont. Es verbreitet Hoffnung. Das ist gut - aber wir müssen aufpassen, dass Hoffnung nicht in Leichtsinn umschlägt. Noch ist nichts gewonnen. Es wird Monate dauern, bis eine Herdenimmunität erreicht ist", so Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) in einer Mitteilung. Zweifel an der Sicherheit der Impfstoffe und die Furcht vor Nebenwirkungen will die Barmer durch weiterführende Informationen ausräumen. Daher hat die Krankenkasse die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Impfung (FAQ) auf ihrer Homepage zusammengestellt. 

Neben den Aufgaben im Bereich Pandemie und Organisation der Impfzentren sind im Frankfurter Gesundheitsamt auch psychosoziale Beratungsangebote weiter stark nachgefragt. In Kooperation mit der Bürgerhilfe Sozialpsychiatrie wurde daher beschlossen, die Erreichbarkeitszeiten des dortigen Krisentelefons auszubauen. Bis zum 31. März ist der telefonische Krisendienst unter 069 / 611 375 durchgängig von neun Uhr morgens bis ein Uhr nachts erreichbar, so die Stadtverwaltung Frankfurt.

Ebenfalls interessant:

Dashboard zeigt tagesaktuelle Impfzahlen

Fragen und Antworten zur COVID-19-Impfung

Robert-Koch-Institut: Covid-19 und Impfen

Impfen und Impfzentrum Frankfurt

Impfrechner: Wann bin ich dran?


 

 

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.